Glutengehalt – die 10-mg-Grenze

Wie viel Gluten steckt in Weizen, Dinkel, Roggen, Hafer oder Bier? Diese Gluten Tabelle gibt einen Überblick über den Glutengehalt verschiedener Getreide, Mehle, getreidehaltiger Lebensmittel und Biere. Sie zeigt außerdem, welche Menge eines Lebensmittels bereits etwa 10 Milligramm Gluten enthalten kann. Die Werte sind besonders relevant für Menschen mit Zöliakie, Glutensensitivität, Glutenunverträglichkeit oder Weizenallergie. Während manche Menschen mit Glutensensitivität kleine Mengen Gluten vertragen können, ist bei Zöliakie eine strikte glutenfreie Ernährung notwendig. Deshalb hilft die untenstehende Glutengehalt Getreide Tabelle dabei, glutenhaltige Lebensmittel besser einzuordnen und mögliche Risiken im Alltag zu erkennen.

Gluten verstehen: Was ist Gluten überhaupt?

Gluten ist eine Sammelbezeichnung für Speicherproteine in Weizen, Roggen, Gerste und weiteren Getreidearten. Der Abschnitt erklärt, welche Proteine gemeint sind, warum Gluten auch Klebereiweiß genannt wird und welche Rolle Hafer dabei spielt.

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Glutenhaltige Lebensmittel und glutenfreie Alternativen

Viele Lebensmittel enthalten Gluten, wenn sie aus Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste oder verwandten Getreidearten hergestellt werden. Gleichzeitig gibt es glutenfreie Lebensmittel und Alternativen wie Buchweizen, Quinoa, Hirse oder Amaranth.

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Die 10-mg-Grenze richtig einordnen

Für Menschen mit Zöliakie können bereits kleine Mengen Gluten relevant sein. Die 10-mg-Grenze hilft dabei, den Glutengehalt verschiedener Lebensmittel besser zu verstehen und die Tabellen sinnvoll einzuordnen.

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Glutengehalt Getreide Tabelle: Werte im Überblick

Die Tabellen zeigen, wie viel Milligramm Gluten pro 100 g Lebensmittel enthalten sind und welche Menge eines Lebensmittels etwa 10 mg Gluten liefert. So lassen sich Getreide, Mehle, Produkte und Bier besser vergleichen.

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Gluten verstehen: Was ist Gluten überhaupt?

Gluten als Sammelbegriff für Speicherproteine

Gluten ist auf dem Gebiet der Glutenintoleranz wie Glutensensitivität oder Zöliakie eine Sammelbezeichnung für Speicherproteine von Weizen, Roggen, Gerste und weiterer Getreide. Im Einzelnen werden diese Proteine als Gliadine und Glutenine in Weizen, Secaline in Roggen und Hordeine in Gerste bezeichnet.

Umgangssprachlich wird Gluten häufig auch Klebereiweiß genannt. Es sorgt dafür, dass Teige elastisch werden und Backwaren ihre typische Struktur erhalten. Deshalb ist Gluten vor allem in klassischen Back- und Teigwaren wie Brot, Brötchen, Kuchen, Gebäck, Pizza oder Nudeln enthalten.

Hafer, Avenin und Kreuzkontamination

Avenin, ein in Hafer vorkommendes Protein, zählt nicht zu Gluten. Obwohl Avenin strukturell Gluten ähnelt und bei manchen Menschen mit Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit Reaktionen auslösen kann, unterscheidet es sich von dem in Weizen, Gerste und Roggen vorkommenden Gluten.

Hafer ist von Natur aus glutenfrei. Das Vorhandensein von Avenin und eine mögliche Kreuzkontamination mit glutenhaltigem Getreide während der Verarbeitung können für Menschen, die eine streng glutenfreie Diät einhalten, dennoch ein Problem darstellen.

Warum Gluten im Alltag oft schwer zu vermeiden ist

Gluten kommt nicht nur in offensichtlichen Getreideprodukten vor. Auch viele verarbeitete Lebensmittel können glutenhaltige Zutaten oder Spuren von Gluten enthalten, etwa durch Mehle, Bindemittel, Panaden, Weizenstärke oder Produktionsprozesse.

Für Menschen mit Zöliakie, Glutenunverträglichkeit oder Weizensensitivität ist deshalb wichtig, Zutatenlisten, Kennzeichnung und mögliche Kreuzkontaminationen zu beachten. Gerade bei hergestellten Lebensmitteln ist nicht immer auf den ersten Blick erkennbar, ob Gluten enthalten ist.

Glutenhaltige Lebensmittel und glutenfreie Alternativen

Welche Lebensmittel enthalten Gluten?

Viele Lebensmittel enthalten Gluten, wenn sie aus glutenhaltigem Getreide hergestellt werden. Dazu zählen vor allem Weizen, Roggen, Gerste, Dinkel, Grünkern sowie verwandte Getreidearten wie Emmer, Einkorn oder Kamut.

Typische glutenhaltige Lebensmittel sind Brot, Brötchen, Toast, Kuchen, Gebäck, Teigwaren, Panaden, Seitan und viele verarbeitete Lebensmittel. Auch Bier kann Gluten enthalten, da es häufig aus Gerste oder Weizen hergestellt wird.

Glutenfreie Lebensmittel und Pseudogetreide

Neben glutenhaltigen Produkten gibt es viele glutenfreie Lebensmittel und glutenfreie Alternativen. Von Natur aus glutenfrei sind zum Beispiel Reis, Mais, Kartoffeln, Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch, Eier und viele Milchprodukte.

Auch glutenfreie Getreide und Pseudogetreide können in einer glutenfreien Ernährung genutzt werden. Dazu zählen unter anderem Buchweizen, Quinoa, Hirse und Amaranth. Wichtig bleibt jedoch, dass diese Lebensmittel nicht mit glutenhaltigem Getreide kontaminiert wurden.

Kennzeichnung auf der Verpackung prüfen

Bei unverarbeiteten Lebensmitteln ist die Einordnung meist einfacher. Bei hergestellten Lebensmitteln, Fertigprodukten, Mehlmischungen oder Backwaren ist die Kennzeichnung besonders wichtig, weil glutenhaltige Zutaten auf der Verpackung deklariert werden müssen.

Zusätzlich kann das Symbol der durchgestrichenen Ähre beziehungsweise der durchgestrichenen Weizenähre beim Einkauf Orientierung geben. Gerade für Personen mit Zöliakie ersetzt diese Orientierung jedoch nicht den sorgfältigen Blick auf Zutaten, Spurenhinweise und individuelle Verträglichkeit.

Die 10-mg-Grenze richtig einordnen

Glutensensitivität und persönliche Toleranzgrenze

Menschen mit einer Glutensensitivität können oft kleine Mengen Gluten vertragen, ohne Symptome zu entwickeln. Es geht bei dieser Personengruppe also darum, die persönliche Toleranzgrenze herauszufinden, sodass keine Symptomatik auftritt.

Dies ist oft ein langer Weg und erfordert viel Geduld sowie ein ausgeprägtes Wissen darüber, wie viel Gluten in welchen Lebensmitteln vorhanden ist. Mögliche Beschwerden bei Glutenunverträglichkeit oder einer anderen Unverträglichkeit können sehr unterschiedlich ausfallen und sollten bei wiederkehrenden Symptomen medizinisch abgeklärt werden.

Zöliakie und kleine Mengen Gluten

Im Gegensatz dazu hat selbst die kleinste Spur von Gluten für Menschen mit einer Zöliakie Folgen. Wissenschaftler sind sich einig, dass selbst wenige Milligramm Gluten die Darmschleimhaut schädigen.

Bei sehr empfindlichen Personen reicht schon ein Milligramm am Tag aus, um eine chronische Entzündung und Schädigung hervorzurufen. Eine strikte glutenfreie Ernährung hilft, die Symptome zu kontrollieren, damit der beschädigte Darm abheilen kann.

Unbeabsichtigte Glutenzufuhr im Alltag

Das erneute Verzehren einer beliebig kleinen Menge Gluten führt bei Zöliakie zu weiteren Schäden. Daher sollten Zöliakiepatienten alles unternehmen, um die Aufnahme von Gluten zu vermeiden.

Oft kommt es aber unbewusst zur Aufnahme von Gluten, zum Beispiel durch Kontamination oder Restgluten in glutenfrei gekennzeichneten Produkten. Studien zeigen, dass selbst bei einer vermeintlich glutenfreien Diät die unbeabsichtigte Glutenzufuhr von 150 mg bis 400 mg pro Tag betragen kann.

Wie viel Gluten gilt als sicher?

10 Milligramm Gluten pro Tag werden von vielen Experten allgemein als sichere Menge für den Großteil der Menschen mit Zöliakie angesehen. Nach wie vor gibt es unterschiedliche Meinungen, wie viel Gluten für Menschen mit Glutenintoleranz als sicher eingestuft werden kann, da jeder Betroffene unterschiedlich empfindlich ist.

Daher gibt es Länder wie Australien, die als Grenze für glutenfreie Produkte nicht wie in Deutschland 20 ppm vorgeben, sondern 0 ppm bzw. die Nachweisgrenze. Wenn Gluten nachgewiesen werden kann, darf das Produkt dort nicht als glutenfrei gekennzeichnet werden.

Einschätzung der FDA zur tolerierbaren Menge

Die US-amerikanische Food and Drug Administration veröffentlichte 2011 eine Bewertung der Gesundheitsgefährdung durch Gluten bei Personen mit Zöliakie. Grundlage war eine umfassende Überprüfung der damals verfügbaren Literatur.

Der Bericht kam zu dem Schluss, dass die sicher tolerierbare Menge bei einem Erwachsenen mit 70 kg Körpergewicht bei chronischer Exposition mit Gluten 7 mg täglich beträgt, um histologische Veränderungen zu vermeiden. Um Symptome zu verhindern, wurde ein Wert von 1,05 mg pro Tag genannt.

Glutenfreie Produkte und Kennzeichnung

Was bedeutet „glutenfrei“?

Es gibt immer mehr als „glutenfrei“ deklarierte Produkte zu kaufen. „Glutenfrei“ heißt, dass ein Höchstgehalt von 20 mg Gluten pro kg Lebensmittel eingehalten wird.

Analog dazu bedeutet ein „sehr geringer Glutengehalt“ laut EU-Verordnung, dass Produkte den Grenzwert von 100 mg Gluten pro kg Lebensmittel nicht übersteigen. Diese Angaben können beim Einkauf Orientierung bieten, sollten aber immer im Zusammenhang mit der individuellen Situation betrachtet werden.

Warum die Kennzeichnung nicht alles löst

Leider darf für beide Glutengehalte das Produkt gemäß Durchführungsverordnung (EU) Nr. 828/2014 der Kommission vom 30. Juli 2014 gekennzeichnet werden mit „Speziell formuliert für Menschen mit Glutenunverträglichkeit“ oder „Speziell formuliert für Menschen mit Zöliakie“.

Aus unserer Sicht ist das nicht richtig, weil nach wie vor unklar ist, welche Mengen an Gluten pro Tag für empfindliche Personen als sicher gelten. Wir würden die Nachweisgrenze als Grenzwert bevorzugen.

Was bedeutet das für die glutenfreie Ernährung?

Für Menschen mit Zöliakie oder einer streng glutenfreien Diät bleibt entscheidend, nicht nur auf die Kennzeichnung „glutenfrei“ zu achten. Auch Zutaten, Spurenhinweise und mögliche Kreuzkontaminationen sollten berücksichtigt werden.

Für Menschen mit Glutensensitivität kann die persönliche Verträglichkeit dagegen unterschiedlich sein. Kleine Mengen Gluten können teilweise vertragen werden, sollten aber bewusst eingeordnet und bei anhaltenden Beschwerden ärztlich abgeklärt werden. Wer eine glutenarme Ernährung verfolgt, sollte trotzdem wissen, welche glutenhaltige Produkte besonders relevant sind.

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Schritt für Schritt: So wird die Gluten Tabelle genutzt

Weizen und Mehl

Lebensmittelgruppe auswählen

Zuerst sollte geprüft werden, zu welcher Lebensmittelgruppe das Produkt gehört. Die Tabellen unterscheiden zwischen Getreide und Mehlen, getreidehaltigen Produkten sowie verschiedenen Bieren. Diese Einteilung hilft dabei, ähnliche Lebensmittel miteinander zu vergleichen. So lassen sich etwa Weizen, Dinkel, Roggen und Gerste anders einordnen als fertige Backwaren, Teigwaren oder Bier.

Brote

Milligramm Gluten pro 100 g prüfen

Die erste Wertespalte zeigt, wie viele Milligramm Gluten durchschnittlich in 100 g des jeweiligen Lebensmittels enthalten sind. Dadurch lassen sich Getreide, Mehle, Backwaren, Teigwaren und Bier besser miteinander vergleichen. Ein hoher Wert bedeutet, dass bereits geringe Mengen des Lebensmittels relevant sein können. Besonders bei glutenhaltigem Getreide und daraus hergestellten Produkten ist deshalb eine genaue Einordnung wichtig.

Dinkel

Menge pro 10 mg Gluten einordnen

Die zweite Wertespalte zeigt, wie viele Gramm eines Lebensmittels etwa 10 mg Gluten enthalten. Je niedriger dieser Wert ist, desto schneller wird die 10-mg-Grenze erreicht. Dieser Wert macht die Tabelle besonders alltagsnah. Er zeigt nicht nur den Glutengehalt pro 100 g, sondern auch, wie klein die Menge eines Lebensmittels sein kann, die bereits 10 mg Gluten liefert.

Brötchen

Kennzeichnung zusätzlich beachten

Die Gluten Tabelle hilft bei der Orientierung, ersetzt aber nicht die Kennzeichnung auf der Verpackung. Besonders bei glutenfreien Produkten, verarbeiteten Lebensmitteln und möglichen Spuren sollte die Verpackung genau geprüft werden. Das gilt vor allem bei Produkten, die aus mehreren Zutaten bestehen oder in Betrieben verarbeitet werden, in denen auch glutenhaltiges Getreide vorkommt. Hier kann eine mögliche Kreuzkontamination relevant sein.

Weizen

Individuelle Situation berücksichtigen

Für Menschen mit Glutensensitivität kann die persönliche Toleranzgrenze unterschiedlich sein. Manche Betroffene vertragen kleine Mengen Gluten, während andere bereits auf sehr geringe Mengen reagieren. Für Menschen mit Zöliakie ist dagegen eine lebenslange glutenfreie Diät notwendig, bei der auch kleine Mengen Gluten relevant sein können. Die Tabelle dient deshalb als Orientierung, ersetzt aber keine medizinische Beratung.

Glutengehalt Getreide Tabelle: Werte im Überblick

Methode zur Bestimmung des Glutengehalts

Zur Quantifizierung des Glutens in Getreidemehlen und in Getreideprodukten wurde eine flüssigchromatographische Methode angewandt. Bei Bieren wurde das antikörperbasierte Nachweisverfahren „Enzyme Linked Immunosorbent Assay“ (ELISA) genutzt. Die folgenden Tabellen zeigen jeweils den mittleren Glutengehalt pro 100 g Lebensmittel sowie die Menge des Lebensmittels, die etwa 10 mg Gluten enthält. Dadurch lassen sich die Werte nicht nur wissenschaftlich, sondern auch praktisch besser einordnen.

Glutengehalte in Getreide und Mehlen

Die erste Tabelle zeigt den Glutengehalt verschiedener Getreide und Mehle. Besonders deutlich wird dabei, dass Weizen, Dinkel und daraus hergestellte Mehle hohe Glutengehalte aufweisen. Die zweite Spalte zur Menge pro 10 mg Gluten macht sichtbar, wie schnell die Grenze bei manchen Getreidearten erreicht werden kann. Gerade für Menschen mit Zöliakie oder einer streng glutenfreien Ernährung sind solche Werte relevant.

LEBENSMITTEL Angabe in Milligramm Gluten pro 100 g Lebensmittel – MITTELWERT Angabe in Gramm Lebensmittel pro 10 mg Gluten – MITTELWERT
Weizen (ganzes Korn) 7700 0,130
Dinkel (ganzes Korn) 9894 0,101
Roggen (ganzes Korn) 3117 0,321
Hafer (ganzes Korn, entspelzt) 4557 0,219
Gerste (ganzes Korn, entspelzt) 5624 0,178
Grünkern (ganzes Korn) 7100 0,141
Weizenmehl Type 405 8660 0,115
Weizenmehl Type 550 7520 0,133
Weizenmehl Type 630 9359 0,107
Weizenmehl Type 812 9420 0,106
Weizenmehl Type 1050 8740 0,114
Weizenmehl Vollkorn 8300 0,120
Weizenkleie 4660 0,215
Weizengrieß 8680 0,115
Dinkelmehl Type 630 10300 0,097
Dinkelmehl Vollkorn 9460 0,106
Grünkernmehl Vollkorn 8975 0,111
Roggenmehl Type 815 3200 0,313
Roggenmehl Type 997 3180 0,314
Roggenmehl Type 1150 3483 0,287
Roggenmehl Type 1370 3300 0,303
Roggenschrot (Vollkorn) 3450 0,290
Hafermehl (Vollkorn) 5600 0,179

Erwartungsgemäß enthalten Weizen und die daraus hergestellten Mehle die höchsten Glutengehalte. Nur Dinkel und Dinkelmehle weisen höhere Werte auf.

Glutengehalte in getreidehaltigen Produkten

Die zweite Tabelle zeigt den Glutengehalt ausgewählter getreidehaltiger Produkte. Dazu gehören unter anderem Brot, Brötchen, Knäckebrot, Teigwaren, Butterkeks und Tortenboden.

Je größer der Anteil an Weizen im Produkt, desto höher ist in der Regel auch der Glutengehalt. Die Werte können dabei helfen, Back- und Teigwaren sowie andere hergestellte Lebensmittel besser miteinander zu vergleichen.

LEBENSMITTEL Angabe in Milligramm Gluten pro 100 g Lebensmittel – MITTELWERT Angabe in Gramm Lebensmittel pro 10 mg Gluten – MITTELWERT
Hafergrütze 4850 0,206
Haferflocken 5660 0,177
Gerstengraupen 4700 0,213
Brötchen (helle Semmel) 9183 0,109
Weizentoastbrot 6900 0,145
Weizenmehlbrot (Weißbrot) 5780 0,173
Weizenvollkornbrot 6500 0,154
Weizenmischbrot 3840 0,260
Knäckebrot 3600 0,278
Roggenmischbrot 3300 0,303
Roggenbrot 1200 0,833
Roggenvollkornbrot 1580 0,633
Eierteigwaren ungekocht 9040 0,111
Eierteigwaren gekocht abgetropft 4300 0,233
Butterkeks 5240 0,191
Tortenboden 2160 0,463

Glutengehalte in verschiedenen Bieren

Die dritte Tabelle zeigt den Glutengehalt verschiedener Biere. Bier kann Gluten enthalten, da es häufig auf Basis von Gerste oder Weizen hergestellt wird.

Besonders Weißbier ist für Zöliakiepatienten ein Tabu. Ein Pilsener Lagerbier könnte mit 1,2 mg pro 100 g unter Umständen für Glutensensitive akzeptabel sein, allerdings sollte aus Sicherheitsgründen nur als glutenfrei gekennzeichnetes Bier verzehrt werden.

LEBENSMITTEL Angabe in Milligramm Gluten pro 100 g Lebensmittel – MITTELWERT Angabe in Gramm Lebensmittel pro 10 mg Gluten – MITTELWERT
Vollbier hell 2,7 370,370
Vollbier dunkel 4,6 217,391
Weißbier (Weizenbier) 274 3,650
Pilsener Lagerbier 1,2 833,333
alkoholfreies Bier (Schankbier) 3,2 312,500
Malzgetränk 3,3 303,030

Häufige Fragen zur Gluten Tabelle

Besonders viel Gluten enthalten viele Lebensmittel aus Weizen, Dinkel und daraus hergestellten Mehlen. Dazu gehören unter anderem Brot, Brötchen, Gebäck, Kuchen, Teigwaren und viele weitere Back- und Teigwaren.

Von Natur aus glutenfrei sind zum Beispiel Reis, Mais, Kartoffeln, Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch, Eier und viele Milchprodukte. Auch Buchweizen, Quinoa, Hirse und Amaranth gelten als glutenfreie Alternativen, sofern sie nicht mit glutenhaltigem Getreide kontaminiert wurden.

Hafer ist von Natur aus glutenfrei, enthält aber das Protein Avenin. Zusätzlich kann es bei Anbau, Verarbeitung oder Verpackung zu Kreuzkontamination mit glutenhaltigem Getreide kommen. Für Menschen mit Zöliakie ist daher speziell als glutenfrei gekennzeichneter Hafer wichtig.

Die Gluten Tabelle zeigt einerseits, wie viele Milligramm Gluten in 100 g eines Lebensmittels enthalten sind. Andererseits zeigt sie, welche Menge des jeweiligen Lebensmittels etwa 10 mg Gluten enthält. Je niedriger dieser zweite Wert ist, desto schneller wird die 10-mg-Grenze erreicht.

Als glutenfrei deklarierte Produkte dürfen maximal 20 mg Gluten pro kg Lebensmittel enthalten. Die Kennzeichnung bietet Orientierung, ersetzt aber bei Zöliakie nicht den Blick auf Zutaten, Spurenhinweise und mögliche Kreuzkontaminationen.

Für Menschen mit Zöliakie können bereits kleine Mengen Gluten relevant sein. Die 10-mg-Grenze hilft dabei, den Glutengehalt von Lebensmitteln besser einzuordnen und zu verstehen, warum auch sehr kleine Mengen bestimmter glutenhaltiger Produkte problematisch sein können.

Die Gluten Tabelle zeigt, wie unterschiedlich der Glutengehalt in Getreide, Mehlen, getreidehaltigen Produkten und Bier ausfallen kann. Besonders Weizen, Dinkel und daraus hergestellte Back- und Teigwaren enthalten hohe Mengen Gluten, während viele unverarbeitete Lebensmittel sowie Alternativen wie Buchweizen, Quinoa, Hirse oder Amaranth von Natur aus glutenfrei sind. Für Menschen mit Zöliakie ist entscheidend, nicht nur einzelne Werte zu betrachten, sondern konsequent auf eine strikte glutenfreie Ernährung, die richtige Kennzeichnung und mögliche Kreuzkontaminationen zu achten.

Quellen

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  2. Slot, I. & Bremer, M.G.E.G. & Hamer, R.J. & Van der Fels-Klerx, HJ (Ine). (2015). Part of celiac population still at risk despite current gluten thresholds. Trends in Food Science & Technology. 43. 10.1016/j.tifs.2015.02.011.
  3. Cohen, Inna & Day, Andrew & Shaoul, Ron. (2020). Should the Glu Be Ten or Twenty? An Update on the Ongoing Debate on Gluten Safety Limits for Patients with Celiac Disease. Gastrointestinal Disorders. 2. 202-211. 10.3390/gidisord2030021.
  4. Reid, J., Allen, K., & McDonald, S. (2016). Systematic review of safe level of gluten for people with coeliac disease. Cochrane Australia. http://www.coeliac.org.au/research/
  5. Food and Drug Administration. Health Hazard Assessment for Gluten Exposure in Individuals with Celiac Disease: Determination of Tolerable Daily Intake Levels and Levels of Concern for Gluten. 2011.